Wenn wir über den Kauf einer Wohnung in Zagreb oder eines Steinhauses in der Nähe von Trogir nachdenken, achten wir in der Regel auf lokale Faktoren: Lage, Nähe zum Meer, Zinssätze der heimischen Banken und Infrastrukturprojekte. In der heutigen, stark vernetzten Welt können jedoch Ereignisse, die sich Tausende von Kilometern entfernt zutragen, die Spielregeln des heimischen Immobilienmarktes über Nacht verändern.
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Kriegskonflikte, geopolitische Spannungen im Nahen Osten (einschließlich des Iran und strategischer Seewege) sowie Schwankungen der Ölpreise lösen einen „Dominoeffekt“ aus, der sich unmittelbar auf die kroatische Bauwirtschaft und damit auch auf die Geldbörsen der Endkunden auswirkt.
Hier erfahren Sie, wie sich globale Schocks auf den Immobilienmarkt in Kroatien auswirken und was das für Sie bedeutet.
1. Die Energiekrise und die Straße von Hormus: Warum Öl den Quadratmeterpreis bestimmt
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und mögliche Blockaden der Straße von Hormus – einer Seestraße, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssigerdgases (LNG) transportiert wird – haben Ökonomen und die Baubranche in ganz Europa in Alarmbereitschaft versetzt.
Die Bauindustrie ist äußerst energieintensiv. Wenn der Ölpreis auf den Weltmärkten auf 100 Dollar pro Barrel oder darüber steigt, steigen automatisch die Produktionskosten für wichtige Baustoffe:
- Stahl und Zement: Die Stahlproduktion in Lichtbogenöfen und das Brennen von Klinker für Zement verbrauchen enorme Mengen an Energie. Jeder Anstieg der Energiepreise treibt den Herstellerpreis dieser Materialien sofort in die Höhe.
- Erdölderivate auf Baustellen: Materialien wie Asphalt und polymerbasierte Abdichtungsbeschichtungen sind unmittelbar vom Rohöl abhängig.
- Teurere Transporte: Höhere Kraftstoffkosten bedeuten, dass der Transport von Materialien vom Werk zur Baustelle teurer wird.
Die Auswirkungen auf Käufer: Investoren, die neue Immobilien errichten, sind gezwungen, diese gestiegenen Kosten in den endgültigen Quadratmeterpreis einzurechnen. Aus diesem Grund bleiben die Preise für Neubauten in attraktiven Lagen trotz einer allgemeinen Abkühlung des Gesamtmarktes weiterhin hoch.
2. Unterbrochene Lieferketten und Lieferverzögerungen
Kroatien bezieht den Großteil seiner Baumaterialien (wie Ziegel und Zement) vom europäischen Markt. Probleme ergeben sich jedoch bei Spezialausrüstung – Anlagen, intelligente Systeme, Wärmepumpen, Solarmodule und Ausstattungselemente, die aus Asien importiert werden.
Aufgrund geopolitischer Risiken auf den Schifffahrtsrouten umfahren Frachtschiffe instabile Gebiete, was die Transportzeiten um Afrika herum verlängert und die Seeversicherungsprämien drastisch in die Höhe treibt.
- Größere Unsicherheit für Investoren: Bauunternehmer zögern zunehmend, „Festpreisverträge“ abzuschließen, da sie nicht vorhersagen können, wie hoch die Materialkosten in sechs Monaten sein werden.
- Verzögerte Fertigstellungstermine: Käufer, die Immobilien in der Bauphase erwerben, müssen sich auf flexiblere Einzugstermine einstellen.
3. Sich wandelnde Profile ausländischer Käufer
Nach dem Beitritt zur Eurozone und zum Schengen-Raum wurde Kroatien für ausländische Investoren außerordentlich attraktiv. Die Konjunkturabschwächung in Westeuropa (etwa in Deutschland und Österreich), die zum Teil auf hohe Energiekosten und Inflation zurückzuführen ist, hat die Käufer jedoch vorsichtiger gemacht.
- Rückgang des Transaktionsvolumens: Die Daten deuten auf einen allgemeinen Rückgang der Immobilienverkäufe im ganzen Land hin. Ausländer kaufen nicht mehr „einfach alles“ zu unrealistischen Preisen.
- Die Flucht in „sichere Häfen“: Andererseits gelten Immobilien in Zeiten globaler Unsicherheit historisch gesehen als der sicherste Hafen für den Erhalt des Kapitalwerts (eine „Safe-Haven“-Anlage). Vermögendere Anleger ziehen daher Premium-Immobilien an der Adriaküste (Luxusvillen, direkt am Meer) Aktien oder Anleihen vor.
Tipps für Käufer und Verkäufer in unsicheren Zeiten
Der kroatische Immobilienmarkt befindet sich derzeit in einer Phase der Reife und zunehmender Selektivität. Improvisation reicht nicht mehr aus.
Für Käufer:
- Energieeffizienz im Fokus: In Zeiten schwankender Energiepreise kann der Unterschied zwischen einer Immobilie mit Energieeffizienzklasse A und einer mit Klasse D jährlich zu Einsparungen bei den Energiekosten in Höhe von mehreren Tausend Euro führen.
- Nehmen Sie sich Zeit für die Verhandlungen: Da die Gesamtzahl der Transaktionen zurückgegangen ist, haben Käufer heute deutlich mehr Verhandlungsmacht als noch vor zwei oder drei Jahren.
- Prüfen Sie den Bauträger: Wenn Sie eine Neubauimmobilie erwerben, sollten Sie sich für etablierte Bauträger entscheiden, die über die nötige finanzielle Stabilität und die erforderlichen Rücklagen verfügen, um das Projekt auch trotz globaler Turbulenzen erfolgreich abzuschließen.
Für Verkäufer:
- Seien Sie realistisch bei der Preisgestaltung: Die Zeiten, in denen jede Immobilie innerhalb von 24 Stunden zu unrealistischen Preisen verkauft wurde, sind vorbei. Wenn Sie heute einen zu hohen Preis verlangen, bedeutet das einfach, dass Ihre Immobilie monatelang auf den Immobilienportalen stehen bleibt.
- Heben Sie die Nachhaltigkeit hervor: Wenn Ihre Immobilie über eine moderne Wärmedämmung, eine Wärmepumpe oder Sonnenkollektoren verfügt, ist dies angesichts der aktuellen globalen Energiesituation derzeit eines Ihrer stärksten Verkaufsargumente.
Fazit
Die globale Geopolitik ist längst kein Thema mehr, das nur Makroökonomen vorbehalten ist. Jeder Konflikt im Nahen Osten oder jeder Anstieg der Ölpreise wirkt sich unmittelbar darauf aus, wie viel ein Sack Zement kostet, und damit auch auf den Preis einer Wohnung in Kroatien.
Dennoch zeichnet sich der kroatische Markt – insbesondere die Küste sowie die Rivieras von Makarska und Trogir – durch eine außergewöhnliche langfristige Widerstandsfähigkeit aus. Der Schlüssel zum Erfolg in diesen schwierigen Zeiten liegt darin, sich auf dem Laufenden zu halten, Geduld zu bewahren und realistische Immobilienbewertungen vorzunehmen.


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